Vom Ende der Zeit
Am Sommerhimmel über Perm ist von Zeit zu Zeit ein ohrenbetäubendes Geräusch zu hören – verursacht durch die Trainingsflüge der Jagdbomber von der nahegelegenen Militärbasis. Beim diesjährigen Diaghilew-Festival haben diese Flüge einen anderen Klang, und auch die schwarze Farbe der T-Shirts der freiwilligen Helfer und der Andenkenkarten hat eine völlig andere Bedeutung.
Teodor Currentzis verwandelt Perm weiterhin in eine Musikhauptstadt, obwohl er vor drei Jahren den Standort des Chors und Orchesters musicAeterna nach St. Petersburg verlegt hat.
Die Gäste verschwinden optisch nicht unter den Einwohnern der Provinzstadt, sondern verleihen ihr im Gegenteil einen Hauch von Extravaganz. Und das örtliche Publikum kommt zuhauf zu jedem beliebigen Konzert, unabhängig davon, ob eine Suite von Telemann und Bach mit authentischen Instrumenten auf dem Programm steht oder eine Performance in der «heulenden» Sprache der Maori, die im Programmheft eine «extreme Vokaltechnik» genannt wird.
Ein grandioses Ereignis war die Aufführung von Carl Orffs Mysterienoper «De temporum fine comoedia», die Currentzis und seine Regisseurin Anna Guseva betont allegorisch interpretieren: Im Programmheft fehlt ...
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Opernwelt 8 2022
Rubrik: Panorama, Seite 55
von Konstantin Nikischin
Jossi Wieler lächelte, milde, fast so, als habe er sogar ein wenig Verständnis für diese Wutbürger vorwiegend in den oberen Rängen, die sich bei der Applausordnung nach der Premiere ereiferten, um ihr geharnischtes Unverständnis über das gerade Gesehene herauszubrüllen. Grund genug für diese clemenza hatte Wieler jedenfalls, in dessen Regieboot diesmal neben seinem...
DEUTSCHLAND
Annaberg-Buchholz Winterstein-Theater
Tel. 03733/140 71 31 service@winterstein-theater.de www.winterstein-theater.de
- Hild, Neues vom Räuber Hotzenplotz: 9., 14., 17., 22., 28. (Natürbühne Greifensteine)
- Lippa, The Addams Family: 12., 20., 26. (Natürbühne Greifensteine) - Zeller, Der Vogelhändler: 18. (Naturbühne Greifensteine)
Bayreuth Richard...
Alles schwarz, so schwarz wie meine Kleider. Alles schwarz, ich seh‘ nichts andres, leider.» So sang die bekanntlich aus ehemaligen Thomanern bestehende Band «Die Prinzen» auf ihrem schönen Album «Schweine» aus dem Jahr 1995. In dem Song geht es, anders als die Worte es intendieren, überhaupt nicht um irgendeine «Schwarzmalerei» oder um «Krise». Doch wollen wir ja...
