Verspielte Möglichkeiten
14. April 2008: high noon im Kulturausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses – der Regierende Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit mit seinem Staatssekretär André Schmitz, die Fraktionen des Landtags, der Generaldirektor der Stiftung Oper in Berlin Stefan Rosinski, die Intendanten Peter Mussbach (Staatsoper), Kirsten Harms (Deutsche Oper), Andreas Homoki (Komische Oper) und die Staatsballett-Geschäftsführerin Christiane Theobald. Es geht um die Profile der verschiedenen künstlerischen Institutionen.
Es ist erst das zweite Mal, dass alle Leiter zusammenkommen; nach Auskunft Stefan Rosinskis hat es beim ersten Mal Zeter und Mordio gegeben.
Peter Mussbach bezeichnet die Lindenoper als nach außen reich und nach innen arm und trägt den Kulturpolitikern Wünsche vor, die vor allem eines manifestieren: seine Realitätsfremdheit. Ausgerechnet das Haus, welches am meisten (nämlich mit knapp zehn Millionen Euro) von der Erhöhung des Berliner Opernbudgets um rund zwanzig Millionen auf insgesamt 120 Millionen Euro profitiert, will noch mehr Geld. Leichtes Spiel für Klaus Wowereit, dieses Ansinnen abzuschmettern. Der (wenig später in die Wüste geschickte) Intendant der Lindenoper ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Vermutlich nie zuvor gab es ein Bühnenbild, das von so vielen Menschen gesehen wurde. Bei der Fußball-EM im vergangenen Juni nutzte das ZDF die Bregenzer Seebühnenoptik mit dem magischen blauen Riesenauge vor der dunklen Wand als Kulisse für die kommentierende Präsentation jenes Sportevents. Bereits in der Vorjahressaison hatten rund hunderttausend Besucher der...
Zur Premiere von «L’Upupa und der Triumph der Sohnesliebe» in Salzburg 2003 hatte der 77-jährige Henze verlauten lassen, dass er keine weitere Oper schreiben werde; vier Jahre später fand die Uraufführung seiner neuen abendfüllenden Oper «Phaedra» in Berlin statt.1 Ist es nicht erfreulich, dass auf jene frühere Aussage des Komponisten kein Verlass war? Mit...
Aufeinander hören
Henja Semmler (Violine)
Ich war schon sehr früh im Gustav-Mahler-Jugendorchester und bin in die Gründergeneration des Gustav-Mahler-Chamber-Orchestra reingerutscht, obwohl ich damals eigentlich zu jung war. Ich habe mich sehr gefreut, dass wir auf professioneller Ebene und ohne Altersbeschränkung miteinander Musik machen konnten. Wir sind eher...
