Opernhaus des Jahres

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Gewiss hängen Wohl und Wehe eines Musiktheater­betriebs nicht nur von der Person ab, die den Laden führt. Ohne motivierte Künstler, flexible Werkstätten, eine findige Technik und effiziente Verwaltung kann kein Intendant Funken schlagen. Oper ist bekanntlich Teamwork, doch gerade diese Binsenweisheit wird mal mehr, mal weniger beachtet.

Stefan Soltesz, seit 1997 gleichzeitig Intendant und Generalmusikdirektor des Essener Aalto-Theaters, hat seine machtvolle Doppelrolle im Pott von Beginn an genutzt, um seine Mitarbeiter immer wieder neu auf das gemeinsame Ziel einzu­schwören, das da hieß: Wir spielen für die Region, und zwar volles Risiko, mit frischen Ideen, auf höchstem Niveau. Mit einem Strauss-Zyklus, bei dem unter anderen ein (damals) unbekannter Newcomer namens Michael Schulz Regie führen durfte, wies Soltesz Ende der neunziger Jahre den Weg. Talente wie Barrie Kosky und Stefan Herheim hatten in Essen längst inszeniert, als manches «große» Institut sie gerade entdeckte. Hinzu kommen ein Orchester, das konstant in Hochform spielt, und ein Ensemble, das von Wagner bis Weill, von Bellini bis Reimann mitzieht – das ist der Stoff aus dem die Erfolgsgeschichte an der Ruhr gemacht ...

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Opernwelt Jahrbuch 2008
Rubrik: Opernhaus des Jahres, Seite 20
von

Vergriffen
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Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin: So lautet nicht nur alljährlich der freudetrunkene Fan­Gesang all jener Fußballanhänger, die dem Pokalendspiel entgegenfiebern. Auch als Kulturmetropole steht die bundesdeutsche Kapitale hoch im Kurs – und zwar weltweit. Davon profitieren nicht zuletzt die drei Berliner Opern. Dass der Bund den Großteil der Sanierungskosten...

Was ist das Deutsche an der deutschen Musik?

Rexroth: Ich möchte mit einer Frage an Gerd Albrecht beginnen. Sie sind viel in der Welt herumgekommen, unter anderem haben Sie lange in Japan gearbeitet und waren von 1993 bis 1996 Chef der Tschechischen Philharmonie in Prag. Sind Sie im Ausland als deutscher Dirigent in einer führenden Position wahrgenommen worden, haben Sie sich als deutscher Künstler empfunden?

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Instandgesetzt

Fünfzig Makel in neununddreißig Minuten. Risse, Schmutz, Wasserflecken, Drop-Outs, Tonschwankungen, verblasste Farben, Unschärfen. Eine kapitale Mängelliste. Dabei war der 1969 belichtete «Othello»-Streifen nicht einmal der gravierendste Problemfall, den die Spezialis­ten der Hallenser Firma Digital Images während der Instandsetzungsarbeiten für jene DVD-Edition zu...