Unermüdlich, unvergleichlich
Seit vierzig Jahren steht Véronique Gens auf der Bühne – unermüdlich, unerschöpflich, unvergleichlich im goldenen Herbst ihrer Stimme. Allein anhand ihrer kaum mehr überschaubaren Diskographie ließe sich eine komplette Geschichte der französischen Oper von den Anfängen bis zur Moderne, von Jean-Baptiste Lullys «Alceste» bis zu Francis Poulencs Monodrama «La Voix humaine» schreiben.
Dass sie aber nicht nur eine Grande tragédienne des klassischen Musiktheaters, sondern wie ihre große Vorgängerin Régine Crespin auch eine Super-Diva der leichten Muse ist, hat sie in der CD-Buch-Serie des Palazzetto Bru Zane bereits mit diversen Operetteneinspielungen von Reynaldo Hahn, Charles Lecocq, André Messager und Jacques Offenbach bewiesen.
Jetzt legt sie, superb bis aufs i-Tüpfelchen begleitet von ihrem alten Weggefährten Hervé Niquet und dem in Nantes und Angers ansässigen Orchestre National des Pays de la Loire, ein Recital mit Airs und Couplets aus 15 Offenbach-Operetten vor – bekannten wie unbekannten –, darunter auch unveröffentlichte Stücke, die damals nicht in den gedruckten Klavierauszügen erschienenen sind. Der gebürtige Kölner und sozialisierte Wahl-Pariser Offenbach, der Mozart der ...
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Opernwelt März 2026
Rubrik: Medien, Seite 39
von Uwe Schweikert
arte
01.03. – 17.35 Uhr
Sternstunden der Musik: Nikolaus Harnoncourt dirigiert Monteverdis «L’Orfeo»
Dirigent Nikolaus Harnoncourt brachte die Oper in der Regie von Jean-Pierre Ponnelle 1975 zur Aufführung – im Klang so originalgetreu wie möglich, in der Umsetzung mythisch-phantastisch. Die Verfilmung dieses «Orfeo» folgte im Jahr 1978. Die Dokumentation wirft...
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