Rembrandt grüßt

Bellini: I puritani an der Metropolitan Opera New York

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Die neue Inszenierung von «I puritani» an der Met ruft äußerst gemischte Gefühle hervor: Bewunderung für eine herausragende musikalische Darbietung, aber großes Staunen angesichts einer überladenen, aussagearmen Regie. Marco Armiliato dirigiert mit hoher stilistischer Kompetenz und mit Respekt vor den individuellen Fähigkeiten der exzellenten Sänger; er kann sich dabei auf ein bestens präpariertes Orchester verlassen.

Ganz verantwortungsbewusst hatte man sich für die Urfassung entschieden und riskierte damit den Unmut des Publikums: Gestrichen wurde die effektvolle, aber nicht originale Cabaletta «Ah! Sento, o mio bell’angelo», die in New York seit den Inszenierungen mit Beverly Sills (New York City Opera, 1974) und Joan Sutherland (Met, 1976) vom Publikum erwartet wird. Charles Edwards, langjähriger Bühnenbildner für Peter Gelbs Lieblingsregisseur David McVicar, fügte seinem Lebenslauf nun eine Tätigkeit als Regisseur hinzu, als McVicar zögerte, die Produktion zu übernehmen. Gelb versprach eine «Retro»-Inszenierung, was sich jedoch nur visuell bewahrheitete. Im   Vergleich zu den Aufführungen mit Sills und Sutherland ist das von Rembrandt inspirierte Bühnenbild zu Beginn als ...

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Opernwelt März 2026
Rubrik: Panorama, Seite 60
von David Shengold

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