Überwiegend einfach
Das Libretto zu «L’Olimpiade» gehört zu den am häufigsten vertonten Textbüchern Pietro Metastasios. Nachweisbar sind rund 70 Opern, bis hin zum jungen Gaetano Donizetti, die mehr oder weniger auf diese Dichtung zurückgriffen, welche 1733 vom Wiener Hofkomponisten Antonio Caldara erstmals in Musik gesetzt wurde. Giovanni Battista Pergolesis «L’Olimpiade» entstand für die Karnevalssaison 1735 am römischen Teatro Tordinona und ist das letzte Seria-Werk des Komponisten.
Nach der offenbar nur mäßig erfolgreichen ersten Aufführungsserie verbreitete sich das Stück dennoch auch auf anderen Bühnen; zahlreiche Abschriften belegen, dass es in weiten Teilen Europas bekannt war. Einzelne Nummern wie Megacles Arie «Se cerca, se dice» oder das Duett «Nei giorni tuoi felici» kursierten schon früh als eigenständige Abschriften und galten als Musterbeispiele eines neuen, expressiven Opernstils.
Für die Geschichte junger Menschen, die sich am Rande der antiken Olympischen Spiele zuträgt, erfand der damals selbst erst 25-jährige Komponist eine Musik, die recht souverän zwischen Leichtigkeit und Verzweiflung changiert. Reinhard Strohm bezeichnet Pergolesis «L’Olimpiade» in seinem nach wie vor ...
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Opernwelt November 2026
Rubrik: Medien, Seite 42
von Thomas Seedorf
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