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Händel: Messias am Deutschen Nationaltheater Weimar

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Wechsel an der Spitze des Kunstfests Weimar: Nach sieben Jahren, in denen Rolf C. Hemke für eine erhebliche regionale wie internationale Öffnung sowie für reichlich politischen, philosophischen und ästhetischen Tiefgang sorgte, warten seine Nachfolgerinnen Katharina Germo und Juliane Hahn mit einem nicht minder triftigen Programm auf (von Stadtraum-Debatte, Modern Dance und Erinnerungskultur bis zur ostdeutschen Selbstreflexion sowie einem symphonischem Aufmarsch) und punkten sogleich mit einem gleichermaßen ambitionierten wie exzellent umgesetzten Chorprojekt.

Für Händels «Messias» haben sich ein inklusiver Bürgerchor und das Ensemble sowie der Chor des Deutschen Nationaltheaters Weimar zusammengetan. In der ersten Hälfte erscheint das Oratorium als Moritatenstück, in der zweiten Hälfte zeigt es glaubwürdig die Verwandlung von «empirischen» Passanten zu einer großen, in ihrer Menschenwürde unantastbaren Gemeinschaft. Und das lässt am Vorabend der Sachsen-Anhalt-Wahl im vollbesetzten Nationaltheater niemanden kalt.

Wie Chordirektor Jens Petereit die unterschiedlich konstituierten Chöre nachhaltig zu einer homogenen Klanggruppe formt, sucht seinesgleichen. Bühnenbildner Wolf ...

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Opernwelt November 2026
Rubrik: Panorama, Seite 67
von

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