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Im Theater gewesen. Geweint: So ließe sich dieser Abend mit zwei verknappten Sätzen umreißen, aber auch: einengen. Denn dieser Abend ist mehr. Es ist ein Abend, der erst lächeln macht, dann zusehends tief berührt und schließlich wie ein Messer in die Seele fährt; ein Abend mit markerschütternden Momenten, die davon erzählen, wie Menschen durch andere Menschen...
Intendant Gerd Uecker wusste, was er wollte: Ein Hasse sollte es sein, zum Schutze des barockopernunerfahrenen Publikums, aber ohne die Hasse’sche Ausführlichkeit. Alessandro di Marchi arbeitete sich also in die ausladende Musiksprache des Sächsischen Hofkomponisten ein und brachte Hasses vierstündige Dresdener Debütoper «Cleofide» spielend auf gut zweieinhalb...
«Idomeneo» als hoch expressiver Vorgriff auf den «Don Giovanni»: Das ist ein nicht ohne Reibungsverluste durchzuhaltendes Konzept – vor allem dann, wenn ein Dirigent wie James Allen Gähres sein Orchester mit einem Nachdruck spielen lässt, dass das Ergebnis weniger einer Feinzeichnung als einem mächtigen Ölgemälde gleicht – und die Musiker sich auch spieltechnisch...
