Tunnelblick
’ll be back», der legendäre Ausspruch von Arnold Schwarzeneggers Terminator, war durchaus als Drohung gemeint, nicht nur im Rahmen der Story, sondern auch wegen der impliziten Ankündigung von Fortsetzungen. Die Gegner von Wiens streitbarem, stets polarisierendem und nun scheidendem Staatsoperndirektor Ioan Holender könnten Ähnliches befürchten – lautet der Titel seines neuen Buches doch «Ich bin noch nicht fertig». So geht das Gerücht, dass Holender als Nachfolger seines Nachfolgers zur Verfügung stünde, sollte es mit der neuen Direktion aus irgendwelchen Gründen nicht klappen.
Er selbst weist dies vehement von sich; er sei einer, der geht, weil er gehen wolle, «im Unterschied zu manchem meiner Vorgänger».
Der gewiefte Pragmatiker leitete das Haus länger als jeder andere, und er hat es wirtschaftlich erfolgreich auch durch schwierige Zeiten geführt. Den Ruch eines Verhinderers neuer Theaterästhetik ist er in den zwei Jahrzehnten seiner Dienstzeit freilich nie losgeworden, obwohl bei ihm beinahe alles inszenierte, was unter dem Überbegriff «Regietheater» Rang und Namen hat. Doch schienen die Ergebnisse meist merkwürdig zahm – was möglicherweise einer Lähmung gegenüber dem ...
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Mit seiner dritten Oper, der abendfüllenden zweiaktigen Farce «L’equivoco stravagante» (Das wunderliche Missverständnis), hatte der erst 19-jährige Gioacchino Rossini wenig Glück. Die Behörden in Bologna, wo das Stück herauskam, stießen sich an den erotischen Freizügigkeiten des Textes von Gaetano Gasbarri wie an dem Plot selbst. Nach nur drei Aufführungen wurde...
Frau Baumgartner, Sie verkörpern oft Rollen, die normalerweise als ältere Frauen dargestellt werden, die Gaea in Strauss’ «Daphne» zum Beispiel oder die Amme in der «Frau ohne Schatten». Ist das nicht ein seltsames Gefühl, plötzlich so zu altern?
Wenn ich in der Maske sitze, beängstigt mich manchmal dieser Prozess. Das ist, als ob ich im Spiegel mich selbst in...
Vorweg: Lassen Sie sich durch das Cover-Foto nicht irre machen! Die lettische Mezzosopranistin Elina Garanca ist anders und besser als ihre PR, die sie offenbar als erotische Ikone für eine männliche Zielgruppe 70+ vermarkten will. Ihr neues Album, das ihre viel gelobte Carmen ins Umfeld spanischer und von Zigeunermelodik inspirierter Musik stellt, weist sie als...
