Très bon!

André Messagers unbekanntes Meisterwerk «Fortunio» in einer beispielhaften Produktion der Pariser Opéra Comique

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Im Bewusstsein vieler deutscher Musikfreunde existiert André Messager (1853–1929) wohl allenfalls als Dirigent der Uraufführung von Debussys «Pelléas et Mélisande» (1902), in Frankreich hingegen gilt er als einer der erfolgreichsten Komponisten seiner Epoche. An die 30 Opern und Operetten hat Messager geschrieben, von letzteren ist «Véronique» (1898) bis heute im Repertoire geblieben und ebenso populär wie Lehárs «Lustige Witwe». Auch der als Comédie lyrique bezeichnete «Fortunio» wird immer wieder einmal gespielt.

Dass es sich dabei um nicht weniger als ein Meisterwerk der Gattung aus der Spätphase der Belle Époque handelt, macht die vorliegende Aufzeichnung einer Produktion der Opéra Comique deutlich.

Das Libretto geht auf die Komödie «Le Chandelier» von Alfred de Musset zurück, die um einen einleitenden Akt ergänzt wurde, in dem die Vorgeschichte erzählt wird. Der schüchterne Fortunio, der nach dem Willen seines Onkels als Gehilfe in die Kanzlei des Notars Maître André gedrängt wird, verliebt sich augenblicklich in dessen Gattin Jacqueline, ohne aber seine Gefühle zu zeigen. Die bislang ehrbare Bürgerin lässt sich dagegen vom Hauptmann Clavaroche verführen, einem berüchtigten ...

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Opernwelt April 2021
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 39
von Ekkehard Pluta

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