Die Erstplatzierten Cho ChanHee und Svetlina Stoyanova; Foto: Wettbewerb/Besim Mazhiqi

Tor zur Welt

Seit 30 Jahren findet in Gütersloh der Gesangswettbewerb «Neue Stimmen» statt

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Vor der Endrunde herrscht in der Gütersloher Stadthalle hinter der Bühne aufgekratzte Stimmung. Die zehn Finalisten huschen festlich aufgerüscht, summend und trillernd in die Maske, schließlich wird das Finale live im Internet gestreamt. Legerer sind die Verlierer der letzten Runden, die noch vor Ort sind und alles andere als Missgunst verbreiten. Sondern Solidarität und unterstützende Anteilnahme zeigen. Bei «Neue Stimmen» ist es üblich, dass alle Teilnehmer bis zum Finale vor Ort bleiben.

Denn der vor 30 Jahren von Liz Mohn ins Leben gerufene Wettbewerb versteht sich als karrierebegleitende Institution für junge Sänger. Auftrittstrainings, Beratungen durch die Jury und Workshops säumen die Ausscheidungen, die sich über eine Woche ziehen. In der Jury sitzen weder Hochschulprofessoren noch Sänger, sondern überwiegend Intendanten. Seit fünf Jahren ist Dominique Meyer, Intendant der Wiener Staatsoper, Präsident der Jury: «Es wird immer internationaler, jetzt kommen verstärkt Teilnehmer aus China und Südafrika, erstmals sogar aus Thailand.» Nicht wenige Finalisten des Wettbewerbs haben Karriere gemacht: Vesselina Kasarova, René Pape, Franco Fagioli, um nur einige zu nennen.

Die ...

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Opernwelt Dezember 2017
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Regine Müller

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