Telemann: Don Quichotte

Magdeburg

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Die Tiere sind putzig. Kuschelige Kunstgebilde, süße Stoffwesen, inspirierende Installationssubjekte. Sancho Pansa schleppt seinen «Grauen», wie er den Esel liebevoll nennt, der ihn mehr liebt als die eigene Ehefrau (und vice versa), mit einem Tau auf die Bühne. Es folgt die Grande Dame der Pferdewelt, Rosi­nante, treue Gefährtin Don Quichottes, des edlen Löwenritters. Ja, und geradezu umwerfend niedlich sind die weißen Lämmchen, die von den Bauern auf die Hinterbühne der Magdeburger Oper getragen werden.

Doch was nützt alle Fantasie, die Regisseur Wolfgang Krause Zwieback als sein eigener Bühnen- und Kostümbildner für die von ihm ersonnene Inszenierung von Telemanns Singspiel «Don Quichotte auf der Hochzeit des Comacho» nach einer Episode aus Cervantes‘ Roman aufbringt; was nützt es, wenn ein gewisser «HAEL YXXS» (Programmheft) nebst den Tierchen auch sonst noch einige aparte schmetterlingsgleiche Pflanzen in die Gegend stellt, kurzum: Was nützt all das, wenn sich zwei wesentliche Erscheinungen derart massiv gegen das Gelingen stemmen?
Zum einen ist es das Werk selbst, dass den Beteiligten beinahe fünf­undzwanzig Minuten Gelenkübungen abnötigt (hierin besonders liebreizend, aber ...

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Opernwelt Mai 2006
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 50
von Jürgen Otten

Vergriffen
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