Teatro comico

Rossini: Il barbiere di Siviglia an der Staatsoper Hamburg

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Omer Meir Wellber macht diese Premiere zur Chefsache. Damit setzt Hamburgs Generalmusikdirektor ein Zeichen, stellt «Il barbiere di Siviglia» neben die Wagner-Opern «Lohengrin» und «Tristan und Isolde», Schumanns «Paradies und die Peri», Strauss’«Salome» und Mozarts «Così». Er scheint mit der bunten Repertoirewahl seiner ersten Saison weniger seine vielseitige Stilsicherheit beweisen zu wollen, als vielmehr zu demonstrieren, dass Rossinis melodische und harmonische Einfachheit der besonderen Aufmerksamkeit bedarf und mit Liebe zum Detail ernst genommen sein will.

Die seidigen Streicher und das ausgereizte Brio der Ouvertüre lassen sofort aufhorchen: Da tritt der Dirigent erst bewusst auf die Bremse, um das Tempo hernach manisch zu steigern. Solch verblüffende Effekte durchziehen den ganzen Abend, zumal in Wellbers individueller Behandlung der Rezitative, die er selbst am Hammerflügel begleitet und mit Zitaten aller Arten anreichert. Natürlich ist das alles penibel geprobt, doch es erweckt immer wieder den Anschein des improvisatorisch erfüllten Augenblicks. Derart risikobereit musiziert das Philharmonische Staatsorchester unter seinen animierenden Händen, dass in den multiplen acc ...

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Opernwelt Juli 2026
Rubrik: Panorama, Seite 61
von Peter Krause

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