Sturm und Drang

Eine Romantik-Triologie mit Marschners «Vampyr» bei den Opernfestspielen Heidenheim

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Mit dem Logo «OH!» – rote Großbuchstaben im roten Kreis – versucht die schwäbische Kreisstadt Heidenheim (50 000 Einwohner) Musikfreunde aus allen Regionen zu ihren Opernfestspielen zu locken, die seit den frühen siebziger Jahren im offenen Rittersaal auf Schloss Hellenstein stattfinden. Ein respektvolles «Oha!» kann sich auch der aus der Hauptstadt angereiste Kritiker nicht versagen, und das gilt nicht nur den künstlerischen Leistungen, sondern ebenso dem ausgeprägten Bürgersinn der Heidenheimer, die stolz sind auf ihr Festival und es sich etwas kosten lassen.

Vier Spalten füllt die Liste der Sponsoren im Programmheft. Geht man durch die Stadt, ist allenthalben von der Oper die Rede. Die Wirtin meines Hotels kommt zum Frühstück an meinen Tisch, versorgt mich mit Informationen und lockt als Gegenleistung eine Morgenkritik aus mir heraus.
In diesem Jahr war das Festival in Turbulenzen geraten, nachdem die Stadt den Schweizer Dirigenten Marco-Maria Canonica, dem sie ein Vierteljahrhundert entscheidender Aufbauarbeit verdankt, fristlos entlassen hatte, angeblich wegen Etatüberziehungen. Mit dem Aachener GMD Marcus Bosch, einem gebürtigen Heidenheimer, fand sich zwar überraschend ...

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Opernwelt September/Oktober 2009
Rubrik: Festspiele, Seite 54
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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