So original wie möglich

«Carmen» unter John Eliot Gardiner und «Mireille» unter Marc Minkowski aus Paris auf DVD

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Trotz vier großer Bühnen war die mediale Außenwirkung der Pariser Opernhäuser bislang bescheiden. Die Produktionen von Bastille-Oper, Châtelet und Opéra Comique wurden nur sporadisch auf DVD festgehalten. Das 2009 gegründete Label fRA Musica scheint das jetzt ändern zu wollen. Nach einem erfolgreichen Start vor einigen Monaten mit Purcells «Dido» folgten mit der neuen «Carmen» der Opéra Comique und Gounods «Mireille» aus dem Palais Garnier gleich zwei hoch interessante Mitschnitte.

Für die kommenden Monate sind, wiederum aus der Opéra Comique, ein «Pelléas» und Chabriers inzwischen auch in Deutschland wiederentdeckter «L’Étoile» angekündigt.

Dass die Opéra Comique so prominent vertreten ist, hat durchaus seine Berechtigung: Unter Jerome Deschamps hat sich das lange vergessene Haus zur ersten Pflegestätte des französischen Opernrepertoires entwickelt und in den vergangenen Jahren etliche nahezu vergessene Werke von Lully bis Messager wiederbelebt. Ein wesentlicher Marktvorteil für die Comique ist dabei, dass sie ähnlich wie das Châtelet kein eigenes Orchester besitzt und deshalb auf unterschiedliche Ensembles zurückgreifen kann: Bei der «Carmen» beispielsweise sitzen die Musiker von ...

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Opernwelt Januar 2011
Rubrik: Medien/DVDs, Seite 20
von Jörg Königsdorf

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