Sinn fürs Machbare

Lauter Erstaufführungen: Die Berliner Kammeroper wird fünfundzwanzig

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West-Berlin, Akademie der Künste, 29. Januar 1981. Eine bis dahin noch nie in Erscheinung getretene Gruppe um den Regisseur Henry Akina zeigt Poulencs «Voix humaine», Ned Rorems «Poems of Love and Rain» und Janáceks «Tagebuch eines Verschollenen». Der Spiritus Rector inszeniert, die musikalische Leitung hat Ivan Törzs. Drei Novitäten auf dem Ber­liner Spielplan. Zur Aufführung gebracht mit privatem Geld.

Es war die Geburtsstunde der Berliner Kammer­oper, auch wenn sie damals noch nicht so hieß und niemand im Traum eingefallen wäre, dass diese Off-Initia­tive sich zu einer ähnlichen Erfolgsstory entwickeln würde wie die 1972 ins Leben gerufene Neu­köllner Oper. Das von Akina und dem (bald als musikalischer Kopf des Unternehmens hinzu gestoßenen) Dirigenten Brynmor Llewelyn Jones vertretene Konzept war so simpel wie überzeugend: Einsatz für Werke kleinen Formats, die im institutionalisierten Spielbetrieb kaum eine Chance haben. Mit möglichst geringem materiellen Aufwand, auf möglichst hohem künstlerischen Niveau.
Dieser Philosophie ist die Berliner Kammer­oper bis heute treu geblieben. Zweiundsechzig Produktionen hat die seit 2002 von Kay Kuntze geleitete Mini-Compagnie im Verlauf ...

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Opernwelt Juli 2006
Rubrik: Magazin, Seite 27
von Albrecht Thiemann

Vergriffen
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