Zandonai: Francesca da Rimini

Passau

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Die ehemals Fürstbischöfliche Oper in Passau ist mit dreihundertdreißig Plätzen wohl eines der kleins­ten öffentlichen Theater der Welt. Und doch bietet das von Stefan Tilch geleitete Haus ein von Händel über Verdi bis zu Strauss und Britten reichendes Programm, das es mit den «Großen» aufnehmen kann. Und jetzt Riccardo Zandonais «Fran­ces­­ca da Rimini», selbstverständlich auch dieses Stück in der Originalsprache! Die Aufführung ist vor allem hörenswert.

Denn mag die Inszenierung des Hausherrn in einem die Bühne verengenden, wenngleich raffiniert mit der Perspektive spielenden Guckkasten (Karlheinz Beer) arg hölzern wirken und symbolisch überfrachtet sein – was aus dem Graben tönt, macht ebenso staunen wie die Sängerin der Titelpartie. Sabine Türner beglaubigt in jedem Takt einen leben­digen Charakter, die Stimme ist bis in höchste Lagen hinein gut fokussiert, sie singt mit kontrollierter Intensität. Von Hause ein Mezzo, hat Sabine Türner bereits dramatische Partien wie Salome, Tosca und sogar die Siegfried-Brünnhilde bereits bewältigt. Karla Bytnarová braucht sich hinter ihrer Bühnenschwester nicht zu verstecken und überrascht mit sicherem Mezzo und schauspielerischem Profil.
Dane ...

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Opernwelt Juli 2006
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 54
von Klaus Kalchschmid

Vergriffen
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