Sehr schön!

Das Luzerner Theater öffnet seine Pforten und präsentiert gleich zwei Premieren: Mozarts «Così fan tutte» und Leoš Janáčeks «Schlaues Füchslein»

An Mozarts «Così fan tutte» sind Regisseure reihenweise gescheitert. Zu viel Unsinn enthält Da Pontes Libretto, für den es kaum eine befriedigende szenische Lösung gibt. Wieso erkennen die Schwestern ihre Geliebten nicht mehr, kaum kleben die sich Bärte an? Warum müssen sie, nachdem sie drei Stunden an der Nase herumgeführt und nach Strich und Faden betrogen wurden, auf den Knien herumrutschen und um Verzeihung bitten? Für all dies gab es schon die abenteuerlichsten Lösungen, darunter einige geistreiche. Auch die von Max Hopp am Luzerner Theater zählt zu ihnen.

Glückliche Schweiz! Während man in Deutschland noch auf den Sommer hofft, um vielleicht wenigstens draußen spielen zu dürfen, öffnen die eidgenössischen Theater für Publikum. Zwar dürfen nur 50 Gäste (mit Maske, aber ohne Test) hinein, aber an der Jesuitenkirche, gegenüber dem Theater, verkündet ein Schild, dass es dort auch nicht mehr sein dürfen. Das Haus hat zudem den Vorteil einer entzückenden Intimität, da fühlt man sich mit nur wenigen anderen durchaus wohl. Die Leitung hat schon zu Beginn des zweiten Lockdowns verkündet, man werde auch vor zwei Zuschauern spielen, wenn man dürfe. Nun ist es nach Basel das zweite Haus ...

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Opernwelt Juni 2021
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Egbert Tholl

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