Schmerzlich schön
Gute Frage. Aber nicht leicht zu beantworten, weil existenziell und tiefgründig: «Wer bin ich?» Hera Hyesang Park stellte sie sich dennoch. Und sie tat dies an einem Punkt ihrer Karriere, an dem es eigentlich steil aufwärts gehen sollte, die koreanische Sängerin aber, von Selbstzweifeln durchglüht, das ganze Gegenteil fühlte.
All jene Koloraturen, die sonst wie geölt durch ihre Kehle flitzten, wollten nicht mehr leicht sein, schlimmer noch, die lyrische Schönheit ihres Soprans, der sie die Aufnahme in das renommierte «Lindemann Young Artist Development Program» der Met verdankte, drohte sich in Luft aufzulösen. Und was tat die junge Frau? Schaute der Krise tief ins Auge, überwand sie nach und nach, begeisterte das Publikum in München, Berlin und Glyndebourne als Mozarts Despina, Puccinis Musetta und Rossinis Rosina – und wurde dafür mit einem (vermutlich lukrativen) Plattenvertrag belohnt.
«I am Hera» heißt das bei der Deutschen Grammophon erschienene Album und bildet so etwas wie die Summe der musikalischen und menschlichen Reflektionen der Sängerin aus den vergangenen Jahren. Das Repertoire ist, mit wenigen Ausnahmen, schlagerverdächtig, aber gerade deswegen auch heikel. Fast ...
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Opernwelt April 2021
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 40
von Jürgen Otten
Während im vergangenen Sommer die Pforten des Bayreuther Tempels für Richard Wagner Corona-bedingt geschlossen blieben, fand im 1926 erbauten ehemaligen Kino Reichshof ein kleines, aber feines Festival zu Ehren seines Sohnes Siegfried statt, dessen zahlreiche Bühnenwerke dank der Initiative des Regisseurs und Musikwissenschaftlers Peter P. Pachl schon seit einigen...
Diese Übersicht bietet eine Auswahl der bei Redaktionsschluss (9. 3.) als Präsenzvorstellung geplanten oder als Stream angekündigten Premieren und Aufführungen des Monats April 2021. Weitere Informationen finden Sie auf den Websites der Häuser. Eine Liste mit Kontaktdaten gibt es online unter diesem Link: www.der-theaterverlag.de/serviceseiten/theaterlinks/
ML =...
Wer im vergangenen Jahr die Salzburger Festspiele besuchte, fühlte sich – und fühlt sich in der Erinnerung noch heute – in die Stimmung des Wunderbaren versetzt. Apoll und die neun Musen schienen mehr als 100 Veranstaltungen unter ihren besonderen Schutz gestellt zu haben, so dass sich am Ende unter den 76.500 höchst irdischen Besuchern niemand mit dem Corona-Virus...
