Schlank und breit

Juan Diego Flórez beschreitet mit Massenets «Werther» neue Wege

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Massenets «Werther» hat am Zürcher Opernhaus ein freundliches Domizil; die Oper erscheint dort in regelmäßigen Abständen auf dem Spielplan. 1979 inszenierte Otto Schenk, Nello Santi dirigierte Premiere und Folgevorstellungen, in der Titelpartie gastierten José Carreras, Peter Dvorský, Neil Shicoff und Alfredo Kraus, als Charlotte alternierten Teresa Berganza und Glenys Linos. 1996 kam das Werk erneut heraus, inszeniert von Marco Arturo Marelli und dirigiert von Franz Welser-Möst, mit Francisco Araiza als Werther und Vesselina Kasarova als Charlotte.

Und zuletzt nahmen sich 2017 Tatjana Gürbaca (Regie) sowie Cornelius Meister als Dirigent des von Massenet mit klingender Perlmuttschicht versehenen Goethe-Romans an. Wobei vor allem Weltstar Juan Diego Flórez im Mittelpunkt stand.

Bei Flórez’ Werther mag man sich an Alfredo Kraus erinnern; der Mann aus Gran Canaria war ja stimmlich und hinsichtlich des Repertoires ähnlich disponiert wie nun der Peruaner. Freilich, wenn der Eindruck dieses Mitschnitts nicht täuscht (und die Erinnerung nicht trügt), läuft Flórez Kraus doch ein paar Schritte hinterher. Er lässt der Rolle feine Farben zukommen, überzeugt mit sensiblen Piani und schönen ...

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Opernwelt Juli 2018
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 22
von Gerhard Persché

Vergriffen
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