Rimsky-Korsakow: Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch
Zum 100. Geburtstag von Rimsky-Korsakow überraschte das Teatro Lirico in Cagliari mit einer szenisch und musikalisch gelungenen Inszenierung des Meisterwerks «Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und der Jungfrau Fewronia». Die Koproduktion mit dem Bolschoi Theater wird im Oktober auch in Moskau gespielt. Die vorletzte Oper des Komponisten wurde in Italien bisher nur zweimal gespielt: 1933 an der Scala und 1990 in Florenz; in Cagliari erklang sie ohne Striche.
Der litauische Regisseur Eimuntas Nekrosius setzt auf eine symbolträchtige szenische Umsetzung mit märchenhafter Atmosphäre und fesselnder Personenführung. Die Bühnenbilder schuf sein Sohn Marius Nekrosius. Die Kostüme, bunt fürs Volk, Fell und Krummsäbel für die Tataren, mit Heiligenbildern bestickte Mäntel für Prinz Wsewolod und seine Mannen, stammten von Nadezda Gultiajeva.
Poetisch die erste Begegnung zwischen dem auf der Jagd verirrten Prinz Wsewolod und dem frommen Naturmädchen Fewronia. Als sie seinen verletzten Arm mit Honig bestreicht, zieht ein von Kindern getragenes Rudel von Hirschattrappen vorbei. Der Prinz bittet sie, seine Frau zu werden, und stürzt mit seinen Jägern davon. Fewronia wird auf ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Es war 1968, da las Thomas Bernhard seine Erzählung «Der Hutmacher» im Deutschlandfunk. Als der ungarische Komponist József Sári den 2003 im Münchner Hörverlag erschienenen Mitschnitt hörte, war er von dessen Musikalität so fasziniert, dass er den Stoff dem Regensburger Intendanten Ernö Weil vorschlug, der ein Sujet für eine Auftragskomposition suchte. Franz Csiky...
Die Urlauberinsel Gran Canaria bringt man bei uns kaum mit Oper in Verbindung, es sei denn, man weiß, dass Alfredo Kraus hier geboren wurde. Dabei gibt es in der Hauptstadt Las Palmas schon seit 41 Jahren ein Opernfestival, das von dem Verein «Amigos Canarios de l’Opéra» veranstaltet und vom Staat, von der Stadt, vor allem aber von solventen Sponsoren finanziert...
Als exzeptionelles Labor europäischen Wagner-Gesangs stand die Königliche Oper Stockholm in den fünfziger und sechziger Jahren in ihrer Blüte: Bevor junge schwedische Talente wie Ingvar Wixell, Elisabeth Söderström und Kerstin Meyer Weltkarrieren starteten, probierten sie hier ihre großen Partien aus. Und die hochmotivierte neue Sängergeneration führte in der...
