Reise in ein magisches Reich

Das Garsington Opera Festival reüssiert mit Monteverdis «Orfeo» und Dvořáks «Rusalka»

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Nichts Neues im Süden Englands? Von wegen! Das Garsington Opera Festival wartete in diesem Jahr mit einigen Novitäten auf. Bislang hatte es dort lediglich späte Opern von Händel und Vivaldi gegeben; nun blickte man ein Jahrhundert weiter zurück und präsentierte Anfang Juni Claudio Monteverdis favola in musica «Orfeo» von 1607.

Dabei profitierten die Festivalmacher von der Tatsache, dass das auf historischem Instrumentarium musizierende The English Concert, seit 2019 eines der beiden hauseigenen Orchester (das andere ist das Philharmonia Orchestra), mit dem Dirigenten Laurence Cummings einen ausgewiesenen Barockexperten an seiner Spitze hat. 

Der Aufführungsort wurde eigens für diese Produktion umgestaltet. Der Orchestergraben war zugedeckt, die 18 Musiker waren auf beiden Seiten der (vergrößerten) Bühne postiert. Zur Linken saß Cummings an zwei übereinander geschichteten Tasteninstrumenten, oben die Orgel, unten das Cembalo. Seine Blechbläser hatten bereits zuvor die Fanfare, mit der die Oper anhebt, an verschiedenen Spielorten außerhalb des Theaters intoniert – eine außergewöhnliche Lösung. 

Nicht nur die stupende musikalische Qualität, sondern auch John Cairds Inszenierung in ...

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Opernwelt 8 2022
Rubrik: Im Focus, Seite 20
von George Hall

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