Pomp & Surprise

New York, Puccini: Il trittico, Gluck: Orfeo ed Euridice

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Große Stimmen und prunkvolle Ausstattung haben an der Met Tradition. Die Neuproduktion von Puccinis «Il trittico», die zehnte der dreißig (meist unbedeutenden) Uraufführungen an dem New Yorker Haus, stellt alles bislang Dagewesene in den Schatten – selbst Zeffirellis pompöse «Turandot». Der erstmals vom Broadway an die Met engagierte Designer Douglas W.

Schmidt hat für jeden der drei Einakter ein Bühnenbild von kolossalen Dimensionen gebaut: Das proletarische Ambiente in «Il tabarro» mit einer Brücke, die die ganze Bühne überspannt, der gefängnisartige Konvent in «Suor Angelica» und das überladene Schlafzimmer in «Gianni Schicchi» lösten spontanen Szenenapplaus aus. Und als sei es damit nicht genug, beschließen die beiden jungen Liebenden «Gianni Schicchi» in den Boboli Gärten, im Hintergrund leuchtet ein riesiges Florenz-Panorama. Überwältigung statt Poesie. Allerdings versteht es Regisseur Jack O’Brien, ein weiterer Broadway-Veteran, die Handlung sensibel und differenziert zu strukturieren. «Suor Angelica» ist dabei in den dreißiger, «Gianni Schicchi» in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts angesiedelt, doch bleibt dieser Transfer ohne nennenswerte Folgen.
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Opernwelt Juni 2007
Rubrik: Panorama, Seite 44
von Matthew Gurewitsch

Vergriffen
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