Picasso und die Bühne
So wie der Name Strawinskys ist auch der von Picasso eng mit den Ballets Russes verknüpft. Für Diaghilews Truppe entwarf der Maler eine Reihe von Ausstattungen: Sie begann mit «Parade» im Jahr 1917, und bereits dort war Picasso mehr als ausführendes Organ oder schlichter Bilderfinder. Stets vertrat er die Logik seiner Bilder auch dramaturgisch gegenüber der Bühne, forderte und klärte dabei gleichermaßen.
Theater hat Picasso in vielfältigerer Form beschäftigt. Harlekin und Pierrot luden zur Identifikation ein.
Mit Erik Satie hat er zweimal zusammengearbeitet (wobei der Komponist behauptete, er sei mehr Picasso gefolgt als umgekehrt). Die Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maske regte ihn lebenslang an, nicht zuletzt als Teil einer Auffächerung des eigenen Ich. 1925, im Todesjahr Saties, zog sich Picasso allerdings von der Welt des Tanzes zurück.
Eine opulente Dokumentation im Verlag Hatje Cantz zeigt über achtzig Werke, die Picasso im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts im Bann des Theaters geschaffen hat. Konzipiert aus Anlass einer Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt, weist der Band mit Essays von Olivier Berggruen, Esther Schlicht, Alexander Schouvaloff ...
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