Personalien, Meldungen 8/26
JUBILARE
Am 29. August wird der französische Komponist Gilbert Amy 90 Jahre alt. In Paris geboren, studierte er dort unter anderem bei Darius Milhaud, Oliver Messiaen und Yvonne Loriod. Bei den Darmstädter Ferienkursen war Amy Schüler von Karlheinz Stockhausen. 1961 startete er eine Karriere als Dirigent, die ihn zu den großen französischen Symphonieorchestern führte, aber auch zum NDR-Sinfonieorchester Hamburg, zum BBC Symphony Orchestra und zum Chicago Symphony Orchestra.
Seine Werkliste deckt den gesamten Bereich zwischen Kammermusik und Orchesterliteratur ab, 1999 wurde an der Opéra National de Lyon seine Oper «Le Premier Cercle» uraufgeführt. Wir wünschen zum Geburtstag alles Gute.
Er gehört zu den maßgebenden Künstlerpersönlichkeiten der historischen Aufführungspraxis, am 1. August feiert er seinen 85. Geburtstag: der Gambist, Dirigent und Musikwissenschaftler Jordi Savall. Erste Studien absolvierte der Katalane in Barcelona, zum weiteren Studium ging er nach Belgien und in die Schweiz. An der Schola Cantorum Basiliensis unterrichtete er von 1974 bis 1992 Gambe. 1974 gründete Savall mit «Hespèrion XX» sein erstes Ensemble, das sich mit der Alten Musik Spaniens beschäftigte. ...
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Opernwelt August 2026
Rubrik: Daten, Seite 74
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Zwei weiße Brücken verbinden die Stralsunder Neustadt mit ihrem historischen Stadtkern. Vom Bahnhofsviertel führen sie direkt durch das ehemalige Stadttor von 1446. Rotschimmernde Dächer setzen sich von Weitem gegen den blaugrauen Sommerhimmel ab. Der Turm der Marienkirche spiegelt sich etwas verzerrt in der Wasseroberfläche des Knieperteiches, der fast den...
Glanz der Barockoper! «L’Ercole amante» von Antonia Bembo (um 1640 bis um 1720) wurde 1707 komponiert, aber erst 2023 konzertant, dann 2025 in San Francisco szenisch uraufgeführt. Erklärt sich dieser Verzug dadurch, dass die Autorin dem sogenannten schwachen Geschlecht angehörte, dessen Vertreterinnen im 18. Jahrhundert noch mehr als heute in der Komponisten-Zunft...
Vor zwei Jahren inszenierte Thorleifur Örn Arnarsson in Bayreuth den «Tristan» in statischen Tableaus und düsteren Rätselbildern. Nun macht er sich in Zürich an den «Tannhäuser» und nimmt auch dieses Werk nicht auf die leichte Schulter. Auch wenn er Tobias Kratzers spritzige Bayreuther Inszenierung einmal zitiert, in der viel gelacht werden konnte, sieht er – wie...
