Personalien, Meldungen 5/25
JUBILARE
In eine bestimmte Schublade lässt sich Enjott Schneider (eigentlich Norbert Jürgen Schneider), der am 25. Mai seinen 75. Geburtstag feiert, kaum einordnen. Eher erscheint er als Universalist, der sich um etwaige Grenzen zwischen E- und U-Musik nicht schert, der sich nicht aufhält mit einer Unterscheidung von Kunst- und Gebrauchsmusik, der zahlreiche Film- und Fernsehmusiken komponiert hat («Schlafes Bruder», «Tatort» oder «Hessen von oben»), aber auch Symphonien und Stücke für die Bühne.
Die reichen von «nullvier – keiner kommt an Gott vorbei», einem Musical zum 100. Geburtstag von Schalke 04 bis hin zu den Opern «Fürst Pückler» oder «Bahnwärter Thiel» nach Gerhart Hauptmanns Novelle (uraufgeführt jeweils in Görlitz). Als Kirchenmusiker (und -komponist) trat der in Weil am Rhein geborene Schneider ebenso hervor wie als Publizist. Bei Hans Heinrich Eggebrecht in Freiburg hatte er einst in Musikwissenschaft promoviert. Schneider war in der Hochschullehre tätig, aber auch als Präsident des Deutschen Komponistenverbandes und als Aufsichtsratsvorsitzender der GEMA. Zum Geburtstag wünschen wir alles Gute.
80 Jahre alt wird der Tenor Thomas Moser, der in Richmond, Virginia, zur ...
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Opernwelt Mai 2025
Rubrik: Service, Seite 68
von
Das Schicksal des Menschen ist, so scheint es zumindest, elastisch. Es kann prokastiniert, gedehnt und verzögert werden, nicht jedoch ins Unendliche. Unweigerlich kommt irgendwann der Moment, in dem das Gummi des Lebens reißt und der Tod durch die Tür tritt, unheimlich, still und nur selten leise. Dem (Musik-)Philosophen Vladimir Jankélévitch verdanken wir die...
Wer ein Weltreich regiert, ist mitunter selten zu Hause. Für Philippe II. galt dies im Besonderen, der spanische König tat sich schwer, sein Imperium zusammenzuhalten. Der Aufstand in den Niederlanden machte ihm ebenso zu schaffen wie die verlustreichen Auseinandersetzungen mit England und jener Langzeitkrieg gegen Frankreich, der 1559 schließlich beendet werden...
Wenn es unter Sängerinnen und Sängern ein Genie geben kann (eine grundsätzlich nicht ganz passend erscheinende Verknüpfung), dann kann ich nur Dietrich Fischer-Dieskau nennen. Der Begriff ist momentan nicht en vogue, und doch vermag er bündig einen Menschen zu beschreiben, der etwas fortan Unentbehrliches geschaffen hat, das es zuvor so nicht gab, in bislang...
