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JUBILARE
Helga Dernesch eroberte sich als Ensemblemitglied in Bern, Wies -baden und Köln sukzessive das hochdramatische Sopranfach, bevor sie 1967 mit der Elisabeth erstmals eine große Wagner-Partie bei den Bayreuther Festspielen sang. Bei den Salzburger Osterfestspielen gehörte die gebürtige Wienerin zu den bevorzugten Sängerinnen des Dirigenten Herbert von Karajan, der mit ihr Brünnhilde, Isolde und die «Fidelio»-Leonore auf Platte festhielt.

Nach einer Stimmkrise in den 1970er-Jahren wechselte Dernesch ins Mezzosopranfach, was ihr eine lange Karriere ermöglichte. Als Fricka, Herodias und Amme in Strauss’ «Frau ohne Schatten» überzeugte die stets besonders für ihre Ausdruckskraft gerühmte Sängerin unter anderem an der Metropolitan Opera, übernahm aber auch Uraufführungen wie im Jahr 2000 die Titelpartie von Aribert Reimanns «Bernarda Albas Haus» an der Bayerischen Staatsoper. Am 3. Februar feiert sie ihren 85. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich.

Emma Kirkby gehört zu den Pionieren der Historischen Aufführungspraxis. Dabei studierte die Britin zunächst Altphilologie, wurde zu Beginn der 1970er-Jahre Mitglied des von Andrew Parrott gegründeten Taverner Choir und arbeitete ...

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Opernwelt Februar 2024
Rubrik: Service, Seite 56
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