Passt schon

Gustav Kuhn nimmt sich in Erl Gioachino Rossinis «Guglielmo Tell» vor

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Altkaseralm, Stoana-Alm, Asten-Alm, beschaulich klingt das und sieht auch so aus. Gegen die berühmteste Wiese der Geschichte kommen Erls erhöhte Grünflächen freilich nicht an: Rütli – schon bei Erwähnung des Areals am Vierwaldstättersee türmt sich Schweizer Geschichte vor dem inneren Auge auf. Und dennoch: Gioachino Rossinis «Wilhelm Tell», hier in der Zweitvariante als «Guglielmo Tell» gespielt, passt ins untere Inntal zwischen Kufstein und Rosenheim. Nicht nur in die Bergkulisse, die man während der beiden Pausen ausgiebig bestaunen darf, sondern auch akustisch.

Das Erler Festspielhaus, diese futuristische Flunder neben dem Passionsspielhaus, bietet der Partitur genug Raum – auch weil Gustav Kuhn mit dem Tiroler Festspielorchester nicht Effekte melkt, sondern mit locker ausgespieltem Handwerk an einem geschmeidigen, farben- und mixturenreichen Klangbild interessiert ist.

Mit Rossinis Musiktheatervermächtnis haben sich die Erler auf für sie recht entlegenes Terrain gewagt. Wie fast jedes Jahr wird Wagners «Ring» im akustisch hervorragenden Passionsspielhaus aufgeführt. Besonders als Kassenknüller ist das wichtig, der Stammpublikum lockt und anderes querfinanziert, der Vorverkauf ...

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Opernwelt September/Oktober 2016
Rubrik: Magazin, Seite 89
von Markus Thiel

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