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Opernwelt Februar 2008
Rubrik: Service, Seite 59
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
Es muss nicht immer Händel sein

Giovanni Carestini (1700-1760) verfügte, wie Zeitgenossen berichteten, nicht nur über einen traumhaft schönen Sopran von einzigartiger Kultur und Reinheit. Der Kas­trat war auch ein leidenschaftlicher Schauspieler voll szenischer Fantasie und Ambi­tion. Seine Verkörperungen rührten das Pub­likum zu Tränen. Das dürfte den Countertenor Philippe Jaroussky gereizt...

Sympathie mit dem Tode

Der erste Körperkontakt ist spielerisch und zynisch zugleich. Isolde greift nach Tris­tans Hand. Sie zieht diese Hand förmlich aus dem Ärmel ihres geliebten Todfeindes. Sie tut so, als wäre es umgekehrt, als hätte Tristan nach ihr gegriffen. Sie spielt, Hand in Hand, eine Szene, die in Kürze stattfinden wird: Tristan führt Isolde ihrem künftigen Ehemann zu, dem...

Als Drama ernst genommen

Das kommt vor und leider viel zu selten: dass man ein Stück, das man unzählige Male gehört hat und genau zu kennen glaubt, plötzlich wie zum ersten Mal und ganz neu erlebt. Mir ging es jetzt so mit ­einem Rundfunk-Mitschnitt des «Trovatore» aus der New Yorker Met von 1947, von dem ich mir allenfalls ein Stimmenfest erwartet hatte. Doch schon nach wenigen Minuten...