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Opernwelt Juni 2005
Rubrik: service, Seite 57
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Vergriffen
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Poesie des Dreiecks

Das Berner Stadttheater zeigt nicht nur mehrere, sondern auch diametral entgegengesetzte Gesichter. Nach der an Peinlichkeiten reichen Produktion von Catalanis «La Wally» (OW 4/2005) in der Regie von Renata Scotto nun also Peter Eötvös’ Tschechow-Oper «Tri sestri» in einer schlichten, aber überaus luziden, eindrucksvollen Inszenierung.
Dass man mit diesem Werk ein...

Weggeblasen und weggestrichen

Für viele Pariser Opernfreunde ist das Théâtre du Châtelet als Opernhaus interessanter als die Nationaloper mit Bas­tille und Palais Garnier. Zu Zeiten von Stéphane Lissner mag das richtig gewesen sein, doch seit Hugues Galls Direktorenzeiten haben Bastille und Garnier doch erheblich aufgeholt, nicht zuletzt durch einige inte­ressante Uraufführungen, zum Beispiel ...

Keine falschen Gefühle

Die wirkungsvollste und geschlossenste aller Verdi-­Ouvertüren, die zur «Macht des Schicksals», beginnt mit sechs leeren Oktaven. Sechsmal der Ton «e» in Fagott, Hörnern, Trompeten und Posaunen. Sechsmal mit Akzent. Wenn dieses «e» unentschieden, orientierungslos geblasen wird, quasi als Unterbrechungsversuch des Parkett-Gemurmels, dann wird schnell ein schlechtes...