«Oper ist zuallererst Theater»

Thomas de Mallet Burgess will die Finnische Nationaloper in Helsinki in die Zukunft führen

Opernwelt - Logo

Lieber Herr de Mallet Burgess – Cincinnati, Westaustralien, Neuseeland, nun Helsinki: Ihr Weg als Opernmanager liest sich sehr ungewöhnlich.
Stimmt, und er hat schon ungewöhnlich angefangen: Nach dem Studium in Oxford wollte ich Regie lernen, besonders in England bestand damals aber kaum die Möglichkeiten dazu. Also befolgte ich einen Ratschlag von Peter Brooks: «Nenn dich Regisseur und fang an, Regie zu führen.» Ich habe neue Stücke in Londoner Pubs inszeniert und die ersten Streifzüge ins Musiktheater unternommen.

John Cox wurde auf mich aufmerksam, und bevor ich mich versah, war ich Assistent am Royal Opera House in Covent Garden.

War das ein Kulturschock?
Absolut. Ich war sehr unerfahren, und die Stimmung am Haus war damals nicht sehr gut. Wenn ein solches Umfeld für einen Regisseur das Ziel aller Träume ist, sagte ich mir, will ich diesen Beruf nicht. Gleichzeitig begann man in dieser Zeit, Ende der 1990er-Jahre, auch in England damit, neue Regiekonzepte und Formate zu entwickeln. Ich selbst machte Oper für taube Menschen, Oper in der Schule, neue Werke und schrieb ein Trainingsbuch für Darstellende im Musiktheater.

Und diese Suche haben Sie dann auf den weiteren Stationen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Juli 2024
Rubrik: Magazin, Seite 76
von Stephan Knies

Weitere Beiträge
Vorschau und Impressum 7/24

Große Stimme
Ihren Durchbruch feierte sie 2008 als liebende Kriegerin in Othmar Schoecks «Penthesilea». Seither eilt Tanja Ariane Baumgartner von Erfolg zu Erfolg und gilt inzwischen völlig zu Recht als einer der führenden Mezzosoprane unserer Zeit. Darstellerische Klugheit verbindet sich dabei mit einer warmtönenden und facettenreichen Stimme. Ihre Spezialität...

Seelenräume

An Pina Bausch kommt man auch in Braunschweig nicht vorbei. Wenn im Programmheft auch nicht von ihr die Rede ist, lässt sich das Bühnenereignis doch kaum ohne ihre Vorarbeit denken. 1977 beschäftigte sie sich in Wuppertal mit Bartóks Operneinakter – das Ergebnis ihrer Recherche ist unter dem Titel «Blaubart. Beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Bartóks Oper...

Wundertüte am Weserstrand

Hübsch hier. Ein gepflegtes Quadrat auf gepflastertem Untergrund, mit zahlreichen Sitzbänken, riesigen Blumentöpfen, kleinen Pavillons samt Fähnchen, auf denen der Spruch «Viel Flut tut gut» zu lesen ist, mit jungen Bäumen und vielen Cafés und Gaststätten drum herum, die so poetische Namen wie «Marlene» oder «Burger & Bar – The place to B» tragen. Auch die...