Nichts ist unmöglich, Thikwa!
Der Weg zum Zauberschloss führt über einen historisch bedeutsamen Ort. Jeder West-Berliner kennt die U-Bahn-Station «Platz der Luftbrücke» in Kreuzberg, schließlich erinnert sie an jene goldenen Zeiten, als die Vereinigten Staaten von Amerika noch ein treuer Bündnispartner waren. Unzählige «Rosinenbomber» versorgten damals die Bevölkerung im «besseren» Teil der gespaltenen Stadt. So etwas vergisst man nicht.
200 Meter sind es vom Untergrund zum Theater Thikwa in der Fidicinstraße; dritter Hinterhof, ein unscheinbares Gebäude, umgeben von Werkstätten, als Ort der Kunst kaum auszumachen. Aber extrem wichtig. Ein «Bühnenwunder» hat eine lokale Tageszeitung das dort ansässige Theater einmal genannt – und das zu Recht. Hier stehen Künstlerinnen und Künstler mit und ohne geistige Einschränkung zusammen auf der Bühne, in einem professionellen Rahmen, in verschiedenen Genres: Tanz, Schauspiel, Musiktheater, für diesen locus amoenus, dessen Basis eine Werkstatt für Theater und Kunst ist, gilt, was einst eine Automarke zum Werbeslogan machte: Nichts ist unmöglich, Thikwa. Der Begriff leitet sich aus dem Hebräischen her, er bedeutet «Hoffnung». An diesem bitterkalten Januarabend liegt diese ...
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Opernwelt März 2026
Rubrik: Magazin, Seite 94
von Jürgen Otten
ML = Musikalische Leitung I = Inszenierung B = Bühnenbild K = Kostüme C = Chor S = Solisten P = Premiere UA = Uraufführung
DEUTSCHLAND
Aachen Theater Aachen
www.theateraachen.de
- Kemp, Oppenhoff. Mohren. Cohn: 7., 22.
- Krása, Brundibár: 8.
- Donizetti, L’elisir d’amore: 8., 24.
- Tschaikowsky, Eugen Onegin: 17.
Altenburg/Gera Theater Altenburg Gera
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Das Staunen bleibt, auch vier Jahre nach der späten Uraufführung des Stückes. Wie konnte Charles Tournemires «La Légende de Tristan» einfach so im Archiv verschwinden, unaufgeführt, fast vergessen? Der Traum eines Schatzfundes: Für Kay Metzger, den Intendanten des Ulmer Stadttheaters, muss er sich verwirklicht haben. Auf seine Initiative hin wurde das Werk...
Ein saftig grüner Kunstrasen erstreckt sich über die gesamte Bühne. Außer dieser opulenten, an einen Sportplatz erinnernden Spielfläche gibt es in R. B. Schlathers Inszenierung von Agostino Steffanis «Amor vien dal destino» keine weitere Kulisse, sieht man von einigen Feuerschalen ab, aus denen im dritten Akt domestizierte Flammen züngeln. Es gehört zweifellos Mut...
