Nichts ist unmöglich, Thikwa!

Das Theater in Berlin-Kreuzberg versammelt gekonnt Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Einschränkung – die Produktion «Klingsau» ist der beste Beweis

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Der Weg zum Zauberschloss führt über einen historisch bedeutsamen Ort. Jeder West-Berliner kennt die U-Bahn-Station «Platz der Luftbrücke» in Kreuzberg, schließlich erinnert sie an jene goldenen Zeiten, als die Vereinigten Staaten von Amerika noch ein treuer Bündnispartner waren. Unzählige «Rosinenbomber» versorgten damals die Bevölkerung im «besseren» Teil der gespaltenen Stadt. So etwas vergisst man nicht.

200 Meter sind es vom Untergrund zum Theater Thikwa in der Fidicinstraße; dritter Hinterhof, ein unscheinbares Gebäude, umgeben von Werkstätten, als Ort der Kunst kaum auszumachen. Aber extrem wichtig. Ein «Bühnenwunder» hat eine lokale Tageszeitung das dort ansässige Theater einmal genannt – und das zu Recht. Hier stehen Künstlerinnen und Künstler mit und ohne geistige Einschränkung zusammen auf der Bühne, in einem professionellen Rahmen, in verschiedenen Genres: Tanz, Schauspiel, Musiktheater, für diesen locus amoenus, dessen Basis eine Werkstatt für Theater und Kunst ist, gilt, was einst eine Automarke zum Werbeslogan machte: Nichts ist unmöglich, Thikwa. Der Begriff leitet sich aus dem Hebräischen her, er bedeutet «Hoffnung». An diesem bitterkalten Januarabend liegt diese ...

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Opernwelt März 2026
Rubrik: Magazin, Seite 94
von Jürgen Otten

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