Nicht mehr zeitgemäß
Man habe «pausenlos zu tun», sagt Elisabeth Ehlers vom Münchner Künstlersekretariat am Gasteig, «richtig viel Arbeit». In Agenturen herrscht derzeit Hochbetrieb: Konzerte werden auf kommende Spielzeiten verlegt, Programme den neuen Spielbedingungen angepasst, Verträge für abgesagte Veranstaltungen abgewickelt, neue für kurzfristig wieder angesetzte abgeschlossen. Planungssicherheit auf dem internationalen Musikmarkt gibt es nicht, die Regelungen der einzelnen Länder, oft genug auch der einzelnen Regionen für Einreisen wie für Konzerte ändern sich ständig.
Dabei befinden sich die acht Mitarbeiter des Künstlersekretariats derzeit in Kurzarbeit. Das Kurzarbeitergeld ist durchaus ein Segen für die deutschen Agenturen, erspart es doch bislang Entlassungen oder gar Schließungen in größerem Stil, wie sie etwa in Großbritannien bereits grassieren. Außerdem bilden größere Agenturen in der Regel Rücklagen, die sie nun angreifen können – und müssen. «Bis zum Ende des Jahres» werde man auf diese Weise durchhalten, sagt Ehlers.
Schließlich wollen die Mitarbeiter der Agenturen weiterbezahlt sein, fällt die Miete für das Büro an und hält sich die Homepage auch nicht von selbst instand. Die ...
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Opernwelt September/Oktober 2020
Rubrik: Magazin, Seite 76
von Michael Stallknecht
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