Manifest des Menschlichen

Viel mehr als eine Hommage: Benjamin Appl würdigt Fischer-Dieskau

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In welcher Weise an diesen Uomo universale erinnern? Wie ihm in der Vielfalt seiner Begabungen und Betätigungen gerecht werden? Benjamin Appl, einer der letzten Schüler Dietrich Fischer-Dieskaus und ihm über mehrere Jahre hinweg verbunden, hat eine charmante Idee: die Vielseitigkeit seines Lehrers einfach zum Programm zu machen. So ist das Buch mit CD, das als «Hommage à Dietrich Fischer-Dieskau» erschienen ist, eine Fundgrube sondergleichen geworden.

Wir sehen Bilder, gemalt von einem Mann, der mit der Bezeichnung «Sänger» nur peripher erfasst wäre: die Mutter, die Kinder, der Pianist Gerald Moore, Benjamin Britten, das Haus in Berg am Starnberger See, schließlich Selbstporträts und immer wieder Karikaturen. Alles gemalt und gezeichnet mit sicherer Hand, technisch so weit gediehen, dass es zur (oft recht düsteren) Aussage kommen kann. Fischer-Dieskau begegnet uns auch als Mann des Wortes, der sangbare Übersetzungen schrieb (für Claude Debussys «Beau soir» etwa oder für den «Bugles sung» aus Brittens «War Requiem»), der auch dichtete. «Aus Schmerzen und Freuden geboren» lautet solch ein Gedicht, entstanden 1948 und ohne Fischer-Dieskaus Kriegserfahrung wohl nicht denkbar. Sein ...

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Opernwelt Februar 2026
Rubrik: Medien, Seite 36
von Clemens Haustein

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