Mal ehrlich... Aus dem Leben eines Taugenichts
Es ist noch gar nicht lange her, da blamierte sich Stéphane Lissner, als er in einem TV-Quiz Arien identifizieren sollte und vier von fünf nicht erkannte. Das YouTube-Video wurde flugs in der gesamten Szene herumgereicht, und so mancher Opernfreund zeigte sich, gelinde gesagt, überrascht. Wie bitte? Der einstige Chef der Scala, jetzt Intendant der Pariser Opéra national, erkennt den «Tosca»-Hit «Vissi d’arte» nicht?!? Mich selbst überrascht eher diese Erwartungshaltung. Ich habe die gar nicht mehr.
Es ist schließlich kein Geheimnis, dass wir in einer Ära der Manager-Intendanten leben, angeheuert für den Kampf gegen die roten Zahlen.
Aber mal ehrlich, ein solides Grundwissen wäre schon ganz schön. Und die Idee mit dem Quiz finde ich nicht schlecht. Vielleicht sollte man das mit allen Intendanten machen – könnte richtig unterhaltsam werden. Sagen wir, in Verbindung mit einer Koch-Show, das zieht immer. Eine Variation des beliebten «Pasta & Opera»-Modells. Ich seh’s direkt vor mir: Alexander Pereira und Pierre Audi im Wettlauf gegen die Zeit. Meine Herren, jetzt geht’s ums Ganze! Aus welcher Mascagni-Oper stammt diese Arie? Und wer modelliert die besten Tortelloni?
Schlamm-Wrestling ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Juli 2015
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Christopher Gillett
ARD-ALPHA
12.7. – 11.00 Uhr
Fenomeno.
Porträt des Gitarristen Aniello Desiderio.
18./25.7. – 22.00 Uhr
KlickKlack.
Musikmagazin.
19.7. – 11.00 Uhr
Aniello Desiderio spielt
Gitarrenmusik aus Italien.
26.7. – 11.00 Uhr
Mariss Jansons dirigiert
Brahms: 2. Symphonie, D-Dur, op. 73, beim Lucerne Festival zu Ostern.
arte
1.7. – 5.15 Uhr
Romeo und Julia.
Aus der Reihe «Musik entdecken...
Auf diese Nasen können Sie bauen! Nicolai Gedda und José van Dam, die elegantesten Gesangs-Universalisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ergänzten die grande tradition ihres Fachs um ein unverkennbares Merkmal: ihr nasales Timbre. Das war nicht Beschränkung. Sondern Ausdruck einer spezifischen Idiomatik, mit der sie – paradox genug – die hintersten,...
Der Katalane Hèctor Parra (Jahrgang 1976) gehört zu den renommiertesten Komponisten der jüngeren Generation. Und zu den originellsten Vertretern einer neuen Ästhetik, bei der es zwischen den Stimmen, den Instrumenten und der Live-Elektronik zu einer dramatischen Interaktion kommt wie in seinem 2009 am Pariser IRCAM uraufgeführten Opernentwurf «Hypermusic...
