Liedhafte Intimität

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Opernwelt Juni 2009
Rubrik: Meien/DVDs, Seite 29
von Christoph Vratz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Leiden, Schaffen, Lieben

In Schauspiel und Film kommen die Heroen der Kompositionsgeschichte prima an, besonders wenn sie von Heroen verkörpert werden. Richard Burton als monomanischer Richard Wagner; Peter Ustinov als verzottelter Beethoven; Martin Held und Ernst Schröder als Bach und Händel, fiktiv sich treffend und verbal sich duellierend: Das alles hat die großen Meister posthum wenig...

Vollendet das ewige Werk?

Ein Trompe l’oreille ist diese Musik, nur scheinbar glanzvoll die Regenbogenbrücke am Schluss des «Rheingold». «Falsch und feig ist, was dort oben sich freut», klagen denn auch die Rheintöchter. Und selbst das Heldenmotiv (in Wien am Premierenabend im Übereifer ein wenig verzerrt) strahlt nur vermeintlich. Wotans «großer Gedanke» – eine Schimäre. An dieser Stelle...

Rundum sorglos

Opernhäuser sind – zumindest in Deutschland – vom Staat hoch subventionierte Wirtschaftsbetriebe. Natürlich fließt hier als Umwegrentabilität durch die Ausgaben der Beschäftigten, der Gastkünstler und vor allem der Besucher ein Vielfaches an die Geldgeber zurück. Doch selbst ein so erfolgreiches Haus wie die Bayerische Staatsoper schafft kaum mehr als 30 Prozent...