Liebestode
Ein Einakter ist selten abendfüllend. Zwei kürzere Einakter sind zwar abendfüllend, aber nicht publikumswirksam. Drei kleinere Einakter sind meist zu lang und auch nicht publikumswirksam. Beispiel: Puccinis «Il trittico». Warum das «normale» Opernpublikum Einakter nicht besonders schätzt, bleibt ein Rätsel. Man mag wohl nicht so schnell aus einer Geschichte entlassen werden und umschalten müssen.
Die Opéra de Lyon ließ sich zum Thema Einakter etwas dramaturgisch Plausibles und höchst Spannendes einfallen: Man nehme sechs Werktitel, die sich zu einem Generalthema vereinigen lassen, geben ihnen einen Übertitel, und schon hat man drei Abende mit je zwei Aufführungen im Spielplan.
«Amour soupçon» – so der übergreifende Titel für den Sechserpack – bezeichnet das gefährliche Spiel mit der Liebe, wenn diese sich mit Argwohn und Verdächtigungen verbündet. Puccinis «Il tabarro», Zemlinskys «Florentinische Tragödie» und Sciarrinos «Luci mie traditrici» beschreiben solche Dreieckstragödien. In Bartóks «Herzog Blaubart» erwächst die Katastrophe eher aus der Mischung weiblicher Neugier und männlicher Verklemmtheit – eine tiefenpsychologische Studie à la Freud, die sexuelle Positionen der ...
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Kein Zweifel: Der auf den Wassern der Erde umherirrende Fliegende Holländer muss unweit der südamerikanischen Küstenstadt Belem auch in das größte Stromgebiet der Welt eingelaufen sein und, immer westwärts, den Urwald erreicht haben, um sich dort, mitten im brasilianischen Dschungel, in Manaus, der Stadt am Zusammenfluss von Rio Negro und Rio Solimões, mit den...
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