Jetzt erst recht!

Das Teatro La Fenice in Venedig beweist mit Meyerbeers «Il crociato in Egitto» Mut zum Risiko

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Als vor eineinhalb Jahren Giampaolo Vianello, Intendant des Teatro La Fenice, und Bürgermeister Massimo Cacciari mit düsteren Mienen vor den grünen Samtvorhang des Fenice traten, um gegen die schmerzhaften Mittelkürzungen für Italiens Opernhäuser durch die Berlusconi-Regierung zu protestieren, waren aus einer der Logen despektierliche Zwischenrufe zu vernehmen: «Geht lieber an die Arbeit, anstatt hier Standpauken zu halten!». Zum Glück blieben derlei Sekundanten des Berlusconi-Regimes eine Minderheit.

Der größte Teil der Abonnenten, deren Zahl seit der Wiedereröffnung des Theaters um mehr als die Hälfte gestiegen ist, bekundete volle Solidarität. Die von Rom verfügten Sparmaßnahmen hatten ein Loch von vier Millionen Euro ins Budget des Fenice gerissen. Vianello sah sich deshalb unter anderem gezwungen, die mit Spannung erwartete Ausgrabung von Giacomo Meyerbeers letzter Kastratenoper, «Il crociato in Egitto», vom Spielplan abzusetzen. Dem Regisseur Pier Luigi Pizzi sowie hochrangigen Solisten, etwa Patrizia Ciofi, musste kurzfristig abgesagt werden. Die Premiere der Produktion verschob man auf den ersten Tag der diesjährigen Saison, welche – wiederum aus Kostengründen – nicht schon ...

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Opernwelt März 2007
Rubrik: Im Focus, Seite 22
von Birgit Pauls

Vergriffen
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