«Jede Partie soll mein Baby werden»

Der Mann ist eine Wucht. Als Gurnemanz und Hagen ebenso wie als Ochs oder König Treff. Abseits der Bühne fällt die absolute Spielernatur Patrick Zielke allerdings heraus aus dem üblichen Bassisten-Register – vor allem mit seinem erfrischenden Hang zu schonungsloser Offenheit. Ein Gespräch über Therapeuten, falsche Männerbilder, schlechte Witze und die Frage, ob kurze Hosen bei Premierenfeiern angebracht sind

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Herr Zielke, die erste Information auf Ihrem Facebook-Account lautet «Ich bin 1,87 Meter groß». Warum ist das so wichtig?
Der Eintrag ist 20 Jahre alt, glaube ich. In den Sozialen Netzwerken wird ja Selbstdarstellung großgeschrieben. Hobbys wie Reiten, Reisen – da fand ich eine solche Banalität ganz passend.

Wie wichtig ist Social Media in Ihrem Beruf?
Sehr wichtig. Ich hänge da relativ viel ab. Als Werbung und als Netzwerk funktioniert das wahnsinnig gut.

Man sieht aber leider auch selbst, wer wo was singt – und denkt sich: Hm, warum der, warum nicht ich?

Arbeiten Sie noch mit einem Gesangspädagogen?
Ja, mit Klaus Wallprecht. Nicht ständig, aber wir haben doch häufig Kontakt. Wir arbeiten nicht nur stupide in einer Gesangsstunde, sondern essen auch was zusammen. So hat es Klaus mit seinem Lehrer Gino Bechi immer gehalten. Dann gucken wir uns Youtube-Videos mit Sängerinnen und Sängern an und analysieren. Es gibt schließlich ein paar Wege, die nach Rom führen. Ich habe neulich in einer Vorstellung bestimmt mit drei verschiedenen Techniken gesungen, manches also ausprobiert. Es müsste alles irgendwie mit Einfachheit zu tun haben. Ich weiß es aber nicht genau, deshalb unterrichte ich ...

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Opernwelt Februar 2025
Rubrik: Interview, Seite 30
von Markus Thiel

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