Immer auf der Suche
Frau Denoke, in drei Stunden hebt sich hier in Mainz der Vorhang zur Premiere von Korngolds «Toter Stadt». Wo wären Sie dann am liebsten: auf der Bühne, hinter den Kulissen oder ganz weit weg?
(lacht) Das ist schwer zu sagen. Auf der Bühne definitiv nicht. Ich habe dort zwei großartige Protagonisten, es ist ihr Abend und nicht meiner. Hinter der Bühne wäre ich schon lieber oder vielleicht im Zuschauerraum, da bin ich noch nicht ganz sicher. Es kommt ein bisschen auf meine Stimmung an.
Wie ist die Stimmung jetzt?
Ich bin guter Dinge, zumal das Ensemble wirklich toll ist, und wünsche mir eine Mischung aus Orchesterhauptprobe und Generalprobe.
Eigentlich sagt man ja, die GP müsse danebengehen, damit die Premiere gelingt …
Nun ja, da war auch noch Luft nach oben. Das Bühnenbild wird von Statistinnen und Statisten bewegt, und das ist sehr kompliziert.
Sie haben die Figur der Marietta/Marie selbst verkörpert. Wie ist es, wenn man diese Frau gewesen ist und sie nun inszeniert? Findet sich noch ein Teil der Bühnenfigur in Ihrer Regie? Oder ist alles neu, anders gedacht?
Ganz neu ist es nie, gewisse Informationen trägt man ja in sich. Die Marie in Bergs «Wozzeck» etwa habe ich häufig ...
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Opernwelt März 2026
Rubrik: Interview, Seite 44
von Jürgen Otten
Ein saftig grüner Kunstrasen erstreckt sich über die gesamte Bühne. Außer dieser opulenten, an einen Sportplatz erinnernden Spielfläche gibt es in R. B. Schlathers Inszenierung von Agostino Steffanis «Amor vien dal destino» keine weitere Kulisse, sieht man von einigen Feuerschalen ab, aus denen im dritten Akt domestizierte Flammen züngeln. Es gehört zweifellos Mut...
arte
01.03. – 17.35 Uhr
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Dirigent Nikolaus Harnoncourt brachte die Oper in der Regie von Jean-Pierre Ponnelle 1975 zur Aufführung – im Klang so originalgetreu wie möglich, in der Umsetzung mythisch-phantastisch. Die Verfilmung dieses «Orfeo» folgte im Jahr 1978. Die Dokumentation wirft...
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