Immer auf der Suche

Als Sängerdarstellerin war sie eine Wucht, insbesondere in Partien wie Salome, der «Wozzeck»-Marie und Emilia Marty. Seit einiger Zeit führt Angela Denoke nun auch Regie – und das mit veritablem Erfolg. Ein Gespräch über wechselnde Perspektiven, große und kleine Häuser sowie die Endlichkeit des Daseins

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Frau Denoke, in drei Stunden hebt sich hier in Mainz der Vorhang zur Premiere von Korngolds «Toter Stadt». Wo wären Sie dann am liebsten: auf der Bühne, hinter den Kulissen oder ganz weit weg?
(lacht) Das ist schwer zu sagen. Auf der Bühne definitiv nicht. Ich habe dort zwei großartige Protagonisten, es ist ihr Abend und nicht meiner. Hinter der Bühne wäre ich schon lieber oder vielleicht im Zuschauerraum, da bin ich noch nicht ganz sicher. Es kommt ein bisschen auf meine Stimmung an.

Wie ist die Stimmung jetzt?
Ich bin guter Dinge, zumal das Ensemble wirklich toll ist, und wünsche mir eine Mischung aus Orchesterhauptprobe und Generalprobe.

Eigentlich sagt man ja, die GP müsse danebengehen, damit die Premiere gelingt …
Nun ja, da war auch noch Luft nach oben. Das Bühnenbild wird von Statistinnen und Statisten bewegt, und das ist sehr kompliziert.

Sie haben die Figur der Marietta/Marie selbst verkörpert. Wie ist es, wenn man diese Frau gewesen ist und sie nun inszeniert? Findet sich noch ein Teil der Bühnenfigur in Ihrer Regie? Oder ist alles neu, anders gedacht?
Ganz neu ist es nie, gewisse Informationen trägt man ja in sich. Die Marie in Bergs «Wozzeck» etwa habe ich häufig ...

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Opernwelt März 2026
Rubrik: Interview, Seite 44
von Jürgen Otten

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