Im Wohlklangbad

Das Palais Garnier präsentiert Glass’ Oper «Satyagraha» als Pariser Erstaufführung

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Die Pariser Erstaufführung von «Satyagraha» öffnet den Raum für einen Katalog aus sechs Fragen: Warum das Werk heute auf den Spielplan setzen? Alexander Neef, der Leiter der Opéra de Paris, gibt in einem gefilmten Gespräch zunächst eine persönliche Antwort: In Stuttgart, in dessen Nähe er geboren wurde und aufwuchs, inszenierte Achim Freyer zwischen 1981 und 1988 die frühe Operntrilogie von Philip Glass (bestehend aus «Einstein on the Beach», «Satyagraha» und «Akhnaten»).

Für den künftigen Opernintendanten wie für eine Generation von Zuschauern war dies ein prägendes Erlebnis. Unabhängig von eigenen Erinnerungen nehmen die drei Bühnenwerke laut Neef einen Sonderplatz im Opernkanon ein: Sie seien «weder zugänglich noch unzugänglich» und versetzten das Publikum in einen tranceähnlichen Zustand, der die Meditation über Inhalte wie Menschenrechte und politischen Widerstand fördere. Nicht zuletzt findet mit «Satyagraha» erstmals eine Glass-Oper Eingang ins Repertoire der Pariser Nationaloper – angesichts der Tatsache, dass die Bühnenwerke des 1937 geborenen US-Amerikaners, insbesondere die einzelnen Teile der Trilogie, weltweit immer wieder aufgeführt werden, ein überfälliger ...

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Opernwelt Juni 2026
Rubrik: Im Focus, Seite 30
von Marc Zitzmann

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