Im Dschungel der Stadt
Fritz Langs Stummfilm «Metropolis» war 1927 eine zweieinhalbstündige Überforderung für das Publikum. Mit den folgenden Kürzungsversuchen wurde zwangsläufig auch die Musik von Gottfried Huppertz (1887–1937) zersägt. Die Originalnoten halfen, als es später darum ging, zu einer ursprünglichen «Metropolis»-Fassung zurückzufinden.
Die Wiesbadener Friedrich-Murnau-Stiftung ist heute der Hort des «Metropolis»-Films. Von hier aus wird das Material verwaltet, restauriert und gesichert. Außerdem laufen die Vorbereitungen für ein «Metropolis»-Jahr zum 100.
Jubiläum der Erstaufführung. Gedreht wurde der Film 1925/26. Da die Geschichte 100 Jahre in der Zukunft spielt, ist die Zukunft jetzt. Besonders spannend, wenn man bedenkt, dass im Zentrum der sinistren Handlung eine Androidin steht, der «Maschinenmensch».
Ort und Zeit sind also passend, wenn sich das Wiesbadener Staatstheater für eine gleichnamige Musiktheaterproduktion Huppertz’ Filmmusik als Grundlage wählt. Sie ist das Herz des Projekts, gespielt vom Staatsorchester im Graben des Großen Hauses, dirigiert von Alejandro Jassán. Sie kann sich entfalten, ihre Süffigkeit und Modernität im spätromantischen Geiste. Sie hält Anschluss an Erich ...
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Opernwelt November 2026
Rubrik: Panorama, Seite 56
von Judith von Sternburg
Verdis «Il trovatore» zählt nicht zwingend zu den leicht-lockeren dirigentischen Übungen. So verzwickt die Handlung anmutet, so vielschichtig stellt sich auch die musikalische Textur dieses mittleren jener drei düsteren Nachtstücke dar, die der italienische Komponist zwischen 1853 und 1862 schrieb; und wie in den Bühnenwerken «Simon Boccanegra» und «La forza del...
Die Geschichte ist so gut wie frei erfunden. Als Georg Friedrich Händel 1721 gemeinsam mit dem Librettisten Antonio Rolli daran ging, eine neue Oper für London zu komponieren, nutzten sie ein Textbuch, welches 23 Jahre zuvor schon für Marc’Antonio Zianis Bühnenwerk «La costanza in trionfo» Verwendung gefunden hatte. Es stammte aus der Feder von Francesco Silvani,...
Herr Huffman, Sie haben die freie Wahl: New York, London oder Aix. Wo würden Sie am liebsten leben?
New York mag ich immer, es ist die Stadt, in der ich aufgewachsen bin. Aber seit Langem fühle ich, dass ich auf dieser Seite des Atlantiks besser aufgehoben bin. Eine Rückkehr ist ausgeschlossen.
Das klingt nach einer klaren Entscheidung ...
Und das ist es auch....
