Heimatgeschichte

Eindrücke von den Djagilev-Festspielen in Perm

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Der Bezirk Perm lebt von starken Kontrasten: Eines der größten Düngemittelwerke der Welt befindet sich unmittelbar neben ehemaligen Bergwerkssiedlungen; im Norden ragen die Uralberge auf, mit von der typisch sowjetischen Bauweise unberührten Dörfern; gleich in ihrer Nachbarschaft, inmitten verträumter Wälder, liegen Gefängnisse, an die sich Dissidenten aus früheren Zeiten noch unliebsam erinnern und wo politische Gefangene des modernen Russlands einsitzen.

Ein ähnliches Bild bietet die Stadt Perm: In der Theaterstraße treffen Arbeiter, die aus der Rüstungsfabrik kommen, auf das elegant gekleidete Publikum der Djagilev-Festspiele.

Das Festival hat seinen Radius erweitert: Neben den üblichen Aufführungsorten spielt man in diesem Jahr auch in Lagerhallen am Stadtrand, am Steilufer der Kama sowie in einer Schiffswerft. Eine gigantische, beim Stapellauf von Schiffen verwendete Plattform, die langsam in der Kama versinkt und später – von Seilen gezogen – wieder an der Oberfläche auftaucht, dient hier der Göttin als Weg in die Unterwelt.

Perséphone, das ist Tod und Verklärung. Aber die Aufführung – sie war als Höhepunkt der Festspiele gedacht – vereinfachte das Thema in theatralischer ...

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Opernwelt August 2023
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Alexej Parin

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