Hatschi!
Rechts steckt die Dame vom Sicherheitsdienst ihre Nase in den Rucksack eines Studenten. Ein Riesenriechorgan aus Latex. Und links an der Saaltür blitzen von der Schulter des Programmverkäufers goldene Epauletten: Das Einlasspersonal, das die schnatternden Massen durch das baubedingt unübersichtliche Foyer schleust, stimmt schon mal auf Schostakowitschs «Nase» ein.
An Covent Garden muss heute kein Blumenkohlfeld bestellt werden, schimmert kein Silbersee. In dieser student performance sitzen fast ausnahmslos Zuschauer zwischen 18 und 28 Jahren. Ein beinahe surreal junges Publikum.
Dazu die erste Oper eines 22-Jährigen, die an Covent Garden noch nie gespielt wurde – durchs Royal Opera House weht an diesem Abend ein frischer Wind.
Weil in der «Nase» wie im Zirkus eine Nummer die andere jagt, hat Bühnenbildner Klaus Grünberg aus der Szene eine Manege gemacht. Die Rückwand schlägt einen steilen Bogen, in der Mitte ragt ein kreisrundes Podium auf. Darauf der Barbier, der mit mächtigen Schwüngen seine Klinge wetzt und dem feixenden Assessor Kowaljow den Schädel schert, bis die blankgeputzte Platte mit den Brillengläsern um die Wette glänzt. Der arrogante Beamte hat freilich schon bald ...
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Opernwelt Dezember 2016
Rubrik: Im Focus, Seite 24
von Wiebke Roloff
Gute Nachrichten aus Parma: Nach Jahren programmatisch verordneter Schmalkost ist das Verdi Festival mit dem Schiller-Triptychon seines Namenspatrons und einem «Trovatore» zu einem Format zurückgekehrt, das seinem Ruf als nationales Opernereignis endlich wieder gerecht wird. Unter der Schirmherrschaft des jungen Bürgermeisters Federico Pizzarotti machte eine...
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
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www.theateraachen.de
– Gold!: 3., 4.
– Gluck, Orphée et Eurydice: 4. (P), 23.12.; 8.1.; 2., 4.2.; 5.3.; 1., 16., 27.4.
ML: Thorau –...
Schon der Trabi, der vor der giftgrünen Waldkulisse parkt, sorgt für Heiterkeit. Als ein riesenhafter Wiedergänger des Sandmännchens, das hier den Erzähler gibt, auf die vorn ausgerollte Kunstwiese wackelt, erfasst das kichernde Entzücken den ganzen Saal. Jirí Nekvasil lässt Orffs «Mond» auf der großen Bühne des Prager Nationaltheaters eine DDR-Kulturlandschaft...
