Großer Aufwand, schmählich vertan

Paris I: Bill Viola bebildert, Peter Sellars inszeniert, Esa-Pekka Salonen dirigiert «Tristan und Isolde» an der Bastille-Oper

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Die neue Herausforderung für das Opern-Theater: Wie lassen sich neue mediale Ausdrucksmittel, Film oder Video, mit der überlieferten Werkgestalt aus Musik, Gesang, Handlung samt fixiertem Ort derselben verbinden, womöglich gar in dieselbe integrieren? An Versuchen fehlt es nicht, besonders nicht in der Moderne. Olga Neuwirth etwa experimentiert auf diesem Gebiet mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Wenn das aber bei neuen Werken schon selten überzeugende Ergebnisse zeitigt, wie könnte es da bei einer fest geformten Vorlage gelingen?
Der Pariser Premiere von Wagners «Tristan und Isolde» in der Opéra de Bas­tille sah man daher mit einiger Spannung entgegen. Wenn sich ein Regisseur wie Peter Sellars, ein renommierter Video-Artist wie Bill Viola und ein aufgeschlossener Dirigent wie Esa-Pekka Salonen zusammenfinden, sollte man zukunftweisende ästhetische Vorschläge zum Thema «Verschmelzung der Ausdrucksmittel in der Oper» erwarten. Das Ergebnis des Pariser Experiments, dem bereits eine konzertante Aufführung aus Musikdrama und Video-Begleitung in Los Angeles vorausgegangen war, blieb ernüchternd. So geht es offensichtlich nicht: Von oben beherrscht eine Riesenleinwand für Violas ...

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Opernwelt Juni 2005
Rubrik: im focus, Seite 8
von Gerhard Rohde

Vergriffen
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