«Stiffelio» in Parma; Foto: Festival/Roberto Ricci
Große Pläne
Ein paar Stunden vor Eröffnung des Verdi Festivals in Parma mit «Jérusalem» gab das Management die Einnahmen aus dem Vorverkauf bekannt. Mehr als eine Million Euro waren zusammengekommen – ein beachtliches Ergebnis für einen Veranstalter, der noch Ende 2015 in Bedeutungslosigkeit zu versinken drohte. Das Blatt scheint sich gewendet zu haben. Mit Neuproduktionen von «Jérusalem», «La traviata», «Stiffelio», «Falstaff» und der «Messa da Requiem» im Zentrum, kommt das Festival in Parma und Busseto in 25 Tagen auf rund 100 Veranstaltungen.
Es gibt vernünftige organisatorische Strukturen und ein sinnvolles Marketingkonzept. Gelder fließen von der Stadt, der Region und dem Staat; Beiträge diverser öffentlicher Einrichtungen, aber auch Bank- und Firmenpartnerschaften sichern die laufende wie die kommende Saison.
Um aufführungspraktische Authentizität kümmert sich ein wissenschaftlicher Beirat, geleitet von Francesco Izzo (University of Southhampton). Wo vorhanden, kommen kritische Ausgaben auf neuestem Stand zum Einsatz; wo nicht, werden in Kooperation mit dem Ricordi-Verlag neue Editionen in Auftrag gegeben. Chor und Orchester stellen die Filarmonica Toscanini sowie das Teatro Comunale ...
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Der Alte spricht von «wehmütiger Erinnerung», der Neue von «Energie und Enthusiasmus», aber auch «Demut». Der Wechsel an der Spitze des Lehár Festivals Bad Ischl ist getragen von Emotionen, wie es angemessen ist für ein Genre, in dem Gefühl dominiert. 14 Jahre lang hatte Michael Lakner als Intendant die Entwicklung des größten Musiktheaterfestivals in...
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Sachen gibt’s ... die gibt es nur auf dem Theater. Zum Beispiel in Halle. Dort hockt zu Beginn des zweiten Akts nicht die gefolterte Kreatur im Kerker, sondern Intendant Florian Lutz in grell beleuchtetem Souterrain, auf heißem Stuhl. Nicht er selbst, Zeus bewahre. Doch Hans-Georg Prieses Florestan trägt unverkennbar die Züge und lockige Haarpracht des Hausherrn,...
