Große Dirigenten im heiteren Genre

Historische Aufnahmen mit Carlo Maria Giulini, Hans Rosbaud, Herbert von Karajan und Lorin Maazel

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Bevor er sich Ende der 60er-Jahre ganz von der Oper abwandte, war Carlo Maria Giulini nicht nur ein Experte in Sachen Mozart und Verdi, sondern unzweifelhaft auch der beste Rossini-Dirigent seiner Zeit. Dennoch hat er dessen Hauptwerk, «Il barbiere di Siviglia» nie im Studio aufgenommen. Es existieren allerdings Mitschnitte einer italienischen Fernsehproduktion von 1954 und der legendären Scala-Aufführung mit Maria Callas von 1956, die jetzt durch eine BBC-Aufzeichnung aus der Londoner Covent Garden Opera von 1960 ergänzt werden.

Sie ist den beiden früheren Dokumenten in künstlerischer wie klangtechnischer Hinsicht noch überlegen und aus meiner Sicht die beste Live-Aufnahme des Werkes überhaupt. Das liegt vor allem an Giulinis unerbittlichem Präzisionswillen. Rossini verträgt keinen Schlendrian.

Ob die Inszenierung von Maurice Sarrazin tatsächlich so witzig war, wie es die Publikumsreaktionen nahelegen, lässt sich nicht überprüfen. Das Gelächter der Zuschauer bringt das Haus bisweilen zum Erzittern und wirkt auch auf den Hörer der CD ansteckend. Das Erstaunliche ist aber, dass diese Turbulenzen der musikalischen Genauigkeit keinen Abbruch tun, weil Giulini den Sängern, die ihre ...

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Opernwelt August 2012
Rubrik: Medien, CDs und DVDs, Bücher, Seite 28
von Ekkehard Pluta

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