Glück in der Krise

Heidelberg Martinu: Drei Wünsche

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«Das Leben ist kein Wartesaal», seufzt der schöne Bariton, der im richtigen Leben Sebastian Geyer heißt und an diesem Abend wechselweise Monsieur Juste und Arthur de St. Barbe darstellt. Recht hat er, denn ihm hat das Warten rein gar nichts genützt. Zwar ist ihm auf der Jagd glatt eine Fee in die Falle gegangen, die ihm drei Wünsche erfüllen wollte, wenn er sie nur wieder freiließe.

Ich will reich sein! Ich will eine junge Frau! Ich will geliebt werden! All dies wünschte sich der Held der Oper «Drei Wünsche oder Die Wechselfälle des Lebens», die der Tscheche Bohuslav Martinu 1929 in Paris komponierte. Doch der junge Jäger wird nicht glücklich – wie schon der Herr Taschenbier in Paul Maars «Sams»-Geschichten hat er einfach nicht genau genug gewünscht. Und ohne die Liebe, erkennt er spätestens, als ein schönes Männerquartett dies singt, ja, ohne die Liebe ist ohnehin alles nichts.
Das wäre Stoff für eine Operette im Sinn und Stil Jacques Offenbachs – kein Wunder, dass immer wieder dessen Geist durch Martinus Stück weht. Doch hier liegen die Dinge etwas komplizierter, denn die tragende Idee dieser Filmoper ist die Spiegelung: Ein Stummfilm wird inszeniert, die Rahmenhandlung findet ...

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Opernwelt Juni 2009
Rubrik: Panorama, Seite 42
von Susanne Benda

Vergriffen
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