Gesundgeschrumpft?

Vor einem Jahr drohten Streiks die Opera di Roma lahmzulegen. Jetzt ist das Haus wieder da – mit einem Puccini-Tripel in den Caracalla-Thermen und ehrgeizigen Plänen

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Die Caracalla-Thermen in Rom haben schon einiges erlebt. Ihr Erbauer Kaiser Caracalla – er regierte im dritten Jahrhundert und hieß eigentlich Lucius Septimius Bassianus – ging als Terrorregent in die Geschichte ein. Im sechsten Jahrhundert zerstörten die Goten die Wasserzufuhr und machten dem Badebetrieb ein Ende. Renaissance-Päpste brachen die Marmorverkleidung zugunsten ihrer Familienpaläste und des Petersdoms ab. Was am Ende blieb, war jenes gigantische Ruinengebilde, das bis heute eine der größten Attraktionen Roms ist.



Seit 1937 dient das Gelände als Sommerspielstätte der römischen Oper. Gegeben werden in erster Linie die Klassiker des italienischen Repertoires: Das bunt gemischte Publikum erwartet vor allem eine gute Musik-Show bei Mondschein. Ein Jahr ist es her, da fieberten Römer wie Touristen einer neuen «Bohème» des italienischen Regisseurs Davide Livermore entgegen, inzwischen Künstlerischer Leiter des Palau de Les Arts in Valencia. Im Orchestergraben: ein Flügel. Das Orchester streikte. Wie so oft unter dem Ende 2013 angetretenen Intendanten Carlo Fuortes. Wie so oft, seit ein neues Gesetz (legge Bray) die Vergabe von Subventionen und günstigen Krediten an eine ...

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Opernwelt September/Oktober 2015
Rubrik: Magazin, Seite 96
von Sabine Radermacher

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