«Gehen, ohne irgendwohin zu gelangen»
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Jeder stirbt für sich allein. Der Tod macht hilflos, sprachlos. Auf dem Weg vom Hier zum Dort ist der Mensch auf sich zurückgeworfen. Egal, woher er kommt. Egal, wo er steht. Egal, wer bei ihm ist. Wenn das sichere Ende naht, hilft nur noch Gott. Oder die Musik. Oder gar nichts. Denn der Tod ist auch banal, das Sterben eine ziemlich triviale Sache. Ein Geschäft zum...
Luigi Dallapiccolas Kurzoper «Il prigioniero» («Der Gefangene»), 1944 unter dem Eindruck des italienischen Faschismus begonnen und 1949 (unter der Leitung Hermann Scherchens) in Turin uraufgeführt, ist neuerdings wieder häufig auf den Spielplänen zu finden. Zuletzt stand das von melismatisch-expressiver Italianità durchsetzte Zwölftonopus in Paris zur Diskussion...
Diesem Gott darf man nicht trauen: Keine Heilsgestalt, sondern heimtückischer Anführer einer Sex-Sekte ist der Dionysos, der im bedrückten Theben auftaucht. Und der verheißungsvoll morgendämmernde Schluss von Hans Werner Henzes «Bassariden», seinem wohl bedeutendsten Bühnenwerk, markiert nichts anderes als den Wechsel von politischer Instabilität zur Grabesruhe...
